Tourismusverband bekommt mit dem Hotel e.V. und dem Dresden Convention Bureau neue Mitglieder
Dresdens Tourismusbranche schließt sich enger zusammen. Ihre Akteure wollen sich stärker
untereinander informieren und mehr Projekte gemeinsam auf den Weg bringen. „Wir treten als reiner
Branchenverein auf und wollen so eine starke Plattform für alle Akteure sein“, kündigt Jeffrey
Pötzsch an. Er ist Vorstandsvorsitzender vom Tourismusverband Dresden. Am 31. März will die
Touristikbranche zum Tourismustag in die Dresdner Messe einladen. Am Freitag zuvor werden der
Hotele.V. und das Dresden Convention Bureau mit dem Tourismusverband verschmolzen. Nach der
Verschmelzung hat der Tourismusverband rund 350 Mitglieder. Auch die Beiträge sollen erhöht werden,
sodass ein jährliches Budget zwischen 50000 und 70000 Euro zur Verfügung steht.
Nach der Zerschlagung der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH sind in der Stadt neue Strukturen
entstanden. Die Stadt finanziert die Dresden Marketing GmbH, um Werbung für Dresden zu machen. Ein
Vertrag mit der Stadt wiederum ermöglicht es der Dresden Tourismus GmbH, die Touristinformation und
das Call-Center zu betreiben und Prospekte zu verschicken. Die Dresden Tourismus GmbH und die neu
gegründete Dresden-Event GmbH, die unter anderen die Zwingerfestspiele organisieren soll, werden
vom Tourismusverband kontrolliert.
Eine enge Verzahnung zwischen Verwaltung, Politik und Branche hält Pötzsch für besonders
wichtig. Deshalb erhält Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) einen Sitz im sechsköpfigen
Verbandsvorstand. Zudem wirbt Pötzsch derzeit in den Stadtratsfraktionen um Unterstützung. Im März
soll sich ein touristisch-politischer Beirat mit jeweils einem Mitglied pro Fraktion konstituieren.
Pötzsch sieht in dem Gremium einen wichtigen Ratgeber und hofft zugleich, dass so mehr Sachpolitik
einzieht. Der Verband wolle sich, anders als früher der Tourismusverein, aus politischen Fragen
heraushalten. „Wir brauchen dringend mehr Kongress- und Tagungsgäste. Hier hat es im vergangenen
Jahr einen deutlichen Rückgang gegeben, und die Hotelpreise sind im Keller“, sagt Pötzsch. Events,
wie auch die Zwingerfestspiele, sollen für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Doch die Branche könne
nur von der Stadt Unterstützung fordern, wenn sie sich selbst einbringt und trägt.
Innerhalb des Verbandes soll es verschiedene Ressorts, wie Qualität, Gästeführung, Incoming,
Convention und Hotelleitsystem, geben. Die Qualität müsse stimmen, denn Fehler bei einzelnen
Anbietern fallen auf die gesamte Stadt zurück. So wolle der Verband Beschwerden nachgehen. In
Zukunft sei durch Gebietsschutz eine hohe Qualität bei Gästeführern zu sichern.
Quelle: Sächsische Zeitung