Im Juli lebt das prachtvolle barocke Zeitalter auf und Militärs veranstalten Manöver am Elbufer
Zum dritten Mal bereitet die Interessengemeinschaft „Dresden im Barock“ ein Fest vor. Vom 23.
bis zum 25. Juli treffen sich Freunde des barocken Lebens in Dresden, um am Elbufer in das
prachtliebende Zeitalter einzutauchen. Die prachtvollen Kleider der Damen und die eleganten Roben
der Herren müssen stilecht sein, das ist der Ehrgeiz der Beteiligten. Dafür wird schon fleißig
genäht und anprobiert. Nur so wird das höfische Flanieren der „erlauchten Gesellschaft“ zwischen
Japanischem Palais und Augustusbrücke authentisch. „Es sollen keine Fantasiekostüme sein“, sagt
Olaf Kommol von der Interessengemeinschaft. „Auch wenn es bei manchen Damen sehr erotisch anmutet,
schulter- oder rückenfreie Kleider waren damals nicht gesellschaftsfähig.“ Stilecht soll es auch am
24. Juli ab 15 Uhr zum Militärhistorischen Manöver am Elbufer zugehen.
Acht Vereine beziehen dann mit etwa 250 Soldaten und 14 Kanonen Stellung auf beiden Seiten der
Elbe in Höhe des Restaurants Augustusgarten neben der Carolabrücke. Das militärische Spektakel soll
daran erinnern, dass Friedrich II. im Juli 1760, im Siebenjährigen Krieg, den Befehl gab, Dresden
zu beschießen. Das Manöver endet mit einem Umzug aller Teilnehmer. „Wir wollen damit nicht nur
unserer Leidenschaft für das Barocke frönen und an ein historisches Ereignis erinnern“, sagt Olaf
Kommol. „Wir wollen das barocke Leben in Dresden sichtbar gestalten und ein touristisches Erlebnis
schaffen.“ Zum 3.Barockfest gehören außerdem ein historischer Markt und viele Darbietungen ganz im
Sinne der damaligen Zeit.